Karthäuser Klöß
Dieses Rezept ist eigentlich wohlbekannt und kreist auch als "Arme Ritter" durch die Lande.
Trotzdem bekommt es hier seinen Platz in der Kategorie "Familienrezepte" - denn es taucht hauptsächlich in eben diesen auf. Und eher selten bis nie, auf den Speisekarten der Gastronomie.
Und soeben erinnerte mich der Sohn daran, dass die große Schwester diese Delikatesse gerne mal den jüngeren Geschwistern zum Abendessen brutzelte - das ist schon etliche Jahre her, somit muss es wohl beachtlichen Eindruck hinterlassen haben!
Normalerweise macht man die Klöße ja mit alten Brötchen, Baguette oder Weißbrot.
Nur hatte ich ja nun mal diese Jahr dieses österliche Salzdefizitvirus, welches dazu führte, dass eine Woche nach Ostern immer noch ein fast vollständiger, weil ungesalzener Hefezopf in der Speisekammer beheimatet war.
Die Hunde wähnten sich schon in froher Erwartung, als mich die glorreiche Idee der "Karthäuser Hefe-Klöß" ereilte.
"Arme Hefe-Ritter" hört sich jetzt nicht so grandios an!
Aber wie auch immer, ob Hefezopf oder Weißbrot, das Rezept bleibt gleich:
Gebäck in fingerdicke Scheiben schneiden
2 Eier
1 Päckchen Vanillin-Zucker
500 ml Milch
1 Prise Salz
alles miteinander verquirlen
Das Gebäck nebeneinander in eine flache Schale legen, mit der Eiermilch übergießen.
Nach 10 min. die Scheiben wenden.
In einer großen beschichteten Pfanne 1 EL Butter zerlassen, bei mittlerer Hitze die Scheiben langsam auf beiden Seiten goldbraun braten.
Heraus nehmen, mit Zucker & Zimt Mischung bestreuen und mit kalter Vanillesauce servieren - oder mit Vanille-Eis?
Dann würde es vielleicht auch der Mann essen.
Und ganz ehrlich, Hefezopf statt Weißbrot - saulecker!
Ich hab die Hefezopf-Scheiben vorm Backen auch schnell noch mal extra gesalzen ... pssst!




Kommentare
Kommentar veröffentlichen