Croquetas de Jamón




Einfach mal ebenso abends ein paar Tapas auf den Tisch stellen, ist ja eigentlich das Problem nicht. Man schaut, was der Kühlschrank und die Speisekammer so beherbergen, stöbert eventuell noch mal kurz im Internet, der Rezeptbüchersammlung oder dem eigenen Blog und schon ist die kleine Tapas-Orgie komplett.

Wenn da nicht der Sohn wäre....

Für ihn sind "Tapas" gleichbedeutend mit "Croquetas de Jamón"!
Ohne die brauch ich eine Tapasrunde gar nicht einläuten.
Das enttäuschte Gesicht würde jedem Anwesenden den Appetit verderben.

Er hat ja Recht, ich liebe diese Dinger auch. 
Egal ob mit Schinken, Thunfisch oder auch nur mit Käse gefüllt. 
Wenn sie nicht so aufwendig wären!
Ich muss mal versuchen, sie vorzubereiten und einzufrieren. Wenn das klappt, berichte ich. 

Jetzt aber erst mal zum Rezept der Schinken-Kroketten.

Die Basis ist eine ganz - wirklich  g a n z  dicke Béchamel-Sauce:
50 g Butter
80 g Mehl
1 Zwiebel
80 g Serranoschinken
800 ml Milch
Salz, Muskat, Pfeffer

Mehl
2 Eier
Paniermehl

... und - weil's mal wieder länger dauert - 1 Glas Rotwein!

Die Zwiebel und den Schinken ganz klein schneiden, in der Butter anschwitzen.
Das Mehl dazugeben und gründlich verrühren. Dann nach und nach die Milch einrühren, halt wie bei einer normalen Béchamel-Sauce. Dabei immer weiter rühren, damit nichts anbrennt. Das dauert mindestens 40 min., eher länger.
Wenn sie so richtig dick und breiig ist, würzen.

Eine breite Form mit Klarsichtfolie auslegen, die Masse darin gleichmäßig verteilen, so etwa 3 cm dick. Wiederum mit Klarsichtfolie abdecken und für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.




Wenn die Masse kalt und richtig fest ist, aus der Form stürzen, Folie abziehen und in Würfel schneiden. Mit den Händen Kugeln oder längliche Kroketten formen. 
Jede erst in Mehl, dann in Ei und dann in Paniermehl wenden. Dann leider nochmal in Ei und nochmal ab ins Paniermehl. Ich sagte doch, es dauert....



Wenn alle Kugeln paniert sind, Rotwein nachfüllen und die Croquetas portionsweise in heißem Fett frittieren. 
Das geht entweder in einem kleinen hohen Topf oder einer Fritteuse. Sie sollten mindestens zur Hälfte im Fett liegen. 
Das Öl muss ordentlich heiß sein, so dass es an einem hineingetauchten Kochlöffelstiel kleine Bläschen wirft. Die Kugeln ausbacken, sie sollen goldgelb und knusprig sein, aber auf keinen Fall aufplatzen. 

Das braucht ein bisschen Übung, aber es sind ja genug.
Oder auch nicht .... für den Sohn irgendwie immer zu wenig!




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