faked Rabbit


Der Name entstand während des Essens!
Als der Mann fragte, "geht das als 'falscher Hase' durch?" 
Ich konterte, das sei mir wurscht, das sage doch heute keiner mehr. 
"Ist halt ein Hackbraten"!
"Dann nenn's doch 'faked Rabbit' ", war seine Antwort. Hmm...

Da muss ich jetzt erst mal drüber nachdenken und das sollte eigentlich auch gar nicht Thema dieses Posts sein.
Angedacht war nämlich 'Improvisations- und Resteküche'!

Ich koche manchmal tagelang aus Vorräten, ohne dass ich das irgendwie geplant hätte - einfach aus der Not heraus, weil ich nicht einkaufen war und mir nix überlegt habe. 
Und es kommen meist lauter leckere Sachen dabei heraus.
Auch die Resteküche ist nicht zu verachten. 
Immer wieder erstaunlich, dass aus einer nicht ganz aufgegessenen Cremesuppe, am nächsten Tag eine wunderbare Sauce wird.
Voraussetzung ist natürlich, dass man überhaupt Vorräte und Reste hat.

Ich habe beides irgendwie fast immer.
Zum einen, weil ich oftmals ohne vorherige Speiseplanung einkaufen gehe und dann einpacke, was mich gerade anlacht oder im Angebot ist.
Zum anderen, weil ich mich immer noch nicht daran gewöhnen kann, dass unsere Familienmitglieder im Laufe der letzten Jahre von 5 auf 3 geschrumpft sind.

Und dann hab' ich mir in letzter Zeit auch angewöhnt, Reste einfach einzufrieren,
anstatt sie auf dem Herd stehen zu lassen.
Wo sie dann auf wundersame Weise bis zum nächsten Tag verschwunden sind...
Der Mann solle auf die Figur achten, meinte sein Arzt! 
(Ich geh' nicht zum Arzt.)
Also frier' ich ein!

So auch heute:
Vorhanden ist von gestern noch eine fast halbvolle Auflaufform mit Kartoffelgratin, etwas Wirsinggemüse und ein Schälchen von der wunderbaren Rotweinsauce.
Und im Gefrierschrank ist noch Hackfleisch.

Hackbraten ... hab ich schon ewig nicht mehr gemacht:

500 g Rinderhack
etwas Butter
1 Zwiebel, gewürfelt
restlichen Zweige der Petersilie gehackt
1 Brötchen vom gestrigen Frühstück
1 EL scharfer Senf
1 EL süßer Senf
1 rohes Ei
1 EL Paniermehl
Salz, Pfeffer, Paprika, Cayenne, Rosmarin, Kreuzkümmel

Die Zwiebel mit der Petersilie in einem Stückchen Butter dünsten.
Das Brötchen in Wasser oder Milch einweichen und gut ausdrücken.
Alles mit dem Hackfleisch vermengen. Am besten mit den Händen....

Eine Auflaufform mit 2 Speckscheiben auslegen, ich hatte nur noch rohen Schinken, geht aber auch.
Den Hackbraten länglich formen und mit Mehl bestäuben.
Auf die Speckscheiben legen und noch mit etwas Butter begießen, oben auch noch mal mit Speck / Schinken abdecken.



Rundherum etwas Brühe angießen und bei 200° C Umluft ab in den Ofen für etwa 40 min.
Der Hackbraten ist fertig, wenn du mit einem Metallspieß hinein stichst, dieser heiß wieder herauskommt und nur klarer Fleischsaft aus dem Löchelchen austritt - kein roter.



Ich habe zu der Brühe noch Sahne angegossen und die restliche Rotweinsauce dazugegeben - da war die auch schon mal weg.



Ach, und dann hab ich doch noch ein paar Nudeln dazu gekocht.
Ich war mir bezüglich der Kartoffelgratin-Menge nicht ganz sicher.
Nicht, dass noch einer verhungert und Reste kann man ja immer gebrauchen!



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