Makrelen-Dip gerupft
Und hier mal wieder was zum Aufpeppen des Abendbrottisches!
Kennt vielleicht gar nicht mehr jeder - Abendbrot!
In meiner Kindheit wurde das jetzt auch nicht so übermäßig zelebriert, wir bekamen mittags nach der Schule lecker warm gekocht.
Der Papa bekam oft abends separat nochmal gebrutzelt, wenn er mittags nicht da war, oder die Eltern gingen auch gerne am Abend Essen.
Da gab es abends dann meist für meine Schwester und mich nur noch eine Kleinigkeit - völlig OK und prima!
Oft eine Scheibe Brot - die hat mir meine Mama dann geschmiert, mit dem was ich drauf haben wollte.
Das war nach eigenem Wunsch wochenlang Kalbsleberwurst, bis ich meinte "bäh, das mag ich gar nicht", dann wollte ich tagelang Fleischsalat aufs Brot, dann Teewurst, Schmelzkäse war auch dabei. Bis das auch nicht mehr ging.
Der beste Abschluss des Tages war - ich trau es mich kaum zu sagen - ein Zuckerei!
Ja, ein Eigelb wird kräftig verquirlt mit 2 EL Traubenzucker und 1 EL normalem Zucker. Dazu ein Butterbrot! Das hat so herrlich süß geknirscht ....
Witzigerweise gibt es ein Abendbrot, das mir bis heute in Erinnerung geblieben ist ...
Jedoch nicht bei uns zuhause, ich war schon 18 und abends zu Besuch bei meinem damaligen Jugendfreund.
Die Familie kam am Abendtisch zusammen, es gab frische Brötchen, Wurst und Käse, gekochte Eier, Gewürzgurken und heißen Kamillentee ... und es fühlte sich so an, als hätten sie das jeden Abend! Und sie plauderten und es war gut ...
Und wenn ich heute "Abendbrot" höre, hab ich Kamillentee in der Nase und gekochte Eier im Blick ...
Und wenn ich jetzt meine Familie zum Abendbrot zusammen rufe - nicht täglich, aber doch regelmäßig - freue ich mich immer, wenn ich irgendwas Besonderes zusätzlich auf den Tisch stellen kann.
Selbst gemachten Fleischsalat, marinierte Sardinen, Mozzarella mit Tomaten oder halt einen gerupften Makrelen-Dip:
3 geräucherte Makrelen, waren hier 230 g
3 EL Philadelphia
3 gehäufte TL Meerrettich, aus dem Glas - kein Sahne-Meerrettich
etwas Salz, frischer Pfeffer
2 Spritzer Zitrone
Von den Makrelen die Haut abziehen.
Die Gräten entfernen, das ist ein bisschen lästig, aber mit Gräten ist echt nicht lecker.
Die Gräten sitzen links und rechts von der Mitte und eventuell auch noch am Rand.
Das Fleisch dann mit einer Gabel grob zerzupfen.
Mit den restlichen Zutaten mischen und mit Schalottenringen garnieren.
Dazu ein Walnuss-Vollkornbrot - schmecktmir!
Und Kamillentee ....



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